Folge 39: Yoga - weit mehr als nur Beweglichkeit feat. Sarah Burmester
Shownotes
Wir dürfen heute wieder einen Gast begrüßen. Heute sprechen wir mit Sara Burmester, ihrerseits Athletin, Yogalehrerin, Routenbauerin, Redakteurin und und und, über das Thema Yoga. Vor allem sprechen wir darüber, wie Yoga deinem Klettern helfen kann, was noch alles hinter Yoga steckt und was das Ganze mit Urlaub im Kopf zu tun hat.
Viel Spaß mit der Folge!
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Transkript anzeigen
00:00:15: Willkommen zur neuen Folge des Bodybitter Podcasts.
00:00:18: Heute wieder mit Melli, wir haben auch einen Gast dabei und zuallererst möchte ich aber erst mal wieder wissen wie geht es dir Melli?
00:00:26: Schon wieder die großen Fragen gleich zu Beginn!
00:00:28: Danke Max!
00:00:30: Ich würde sagen ganz gut trotz der Hitze und vielen Dingen die so im Hintergrund passiert sind und ich freue mich auf jeden Fall heute mal wieder mit dir sprechen zu können und vor allem auch, dass sich unsere Gruppe vergrößert hat.
00:00:47: Und würde nämlich da auch gleich gellant eine kleine Überleitung schaffen, nämlich zu Sarah.
00:00:56: Hallo Sarah!
00:00:57: Dass du mich so stumm im Hintergrund sitzt?
00:00:59: Ich
00:01:00: freu
00:01:00: mich ganz arg.
00:01:02: Stelle dich vielleicht doch gleich mal auch den Max, weil ihr beide euch noch nicht so kennt und den anderen vor.
00:01:09: Das hat ja einen Grund, dass du da bist!
00:01:12: Ja danke, danke für die Einladung.
00:01:13: das Vergnügen ist ganz meinerseits.
00:01:18: Im Prinzip ist mein Thema Yoga und Klettern.
00:01:21: Kletterm tue ich jetzt seit Ende der Neunziger also schon relativ lange und irgendwann kam dann eben Yoga hinzu.
00:01:30: Ganz ausgehend von diesen Klettern ist ja mehr als ein Sport, das Yoga eben auch mehr als nur denen und irgendwann hat sich das so ein bisschen automatisch zufällig vielleicht auch logisch ineinander gefügt.
00:01:46: Und mittlerweile ist es so ein bißchen mein Thema dass ich diese beiden sage mal Disziplinen obwohl das ein komisches Wort ist miteinander Verknüpfe und versuche auch gemeinsam weiterzugeben genau Ja.
00:02:02: Ich finde es sehr, sehr spannend weil ich nicht unbedingt dafür bekannt bin dass ich sehr viel mit Yoga arbeite oder halt auch sehr viel selber praktiziere obwohl ich so die ganz klassischen Sachen schon mal mit gemacht habe.
00:02:21: und dann war ich umso überraschter als wir beide zusammengekommen sind.
00:02:26: Und ich weiß nicht, Max.
00:02:28: Wie sieht es bei dir im Kontext aus?
00:02:30: Ist Yoga etwas was du deinen kletternden Patienten oder so mit ans Herz legst?
00:02:36: und wie gehst du mit der Sache denn um?
00:02:39: also wir als Menschen die keine Ahnung von Yoga haben.
00:02:42: Also ich zumindest nicht.
00:02:44: Ich glaube das beschreibt ganz gut dass man das, dass ich keine Ahnung von Yoga habe.
00:02:48: erst mal zur Zeit meiner ersten Ausbildung Fitnessstudio gab's schon Yoga als Kursangebot und das war aber das Ich glaube, viele so klischeehaft im Hinterkopf haben mit eben gehaltenen Denpositionen.
00:03:01: Mit ich leg mich jetzt auf den Rücken und mach die Augen zu und konzentriere mich auch mich selber aber dann kriegt man doch glaube ich außenrum ein bisschen mit.
00:03:10: das war manchmal so ein bisschen Trend auch dass man so in der Mitte zwanzig mal eine yoga leere Ausbildung macht also zumindest in dem Kreisen in denen nicht unterlegt sind Und dann hört man es erst einmal Sauer anstrengende Arten von Yoga gibt.
00:03:26: Und das hat mir die Melli schon mal vorweggenommen, Sarah, dass es bei dir schon eher ins Anstrengender geht und nicht nur oder in die gehaltenen Denpositionen wie man so Klischee mäßig kennt.
00:03:39: Magst du mal ein bisschen erzählen, wie sich das bei dir integriert?
00:03:44: Ja klar, voll gern.
00:03:47: Vielleicht hole ich kurz aus... Also ich bin natürlich auch irgendwann mal auf Yoga gestoßen und dachte früher immer um Gott Willen dieses Umgesinge- und Räucherstäbchen und die ganze Jesu-Nummer.
00:03:57: das geht mir.
00:03:59: aber da kann ich jetzt wirklich nichts mit anfangen und deshalb habe ich glaube ein paar Jahre später erst den ersten Kontakt gewagt weil mich das lange abgeschreckt hat.
00:04:10: Irgendwann bin ich dann eben darüber gestolpert, als es mir mal nicht so gut ging.
00:04:15: Da hatte ich gerade eine Trennung hinter mir und war so ein bisschen Umbruchphase im Leben Und bin da so zufällig... Ich glaube das war sogar in Chamonix, in so ne Yoga-Klasse, Yoga von Mountaineers reingegangen.
00:04:28: Das waren natürlich dann ein bisschen physisch interessanter Als wir spüren mal nach in unserem Kniegelenk oder so Und bin ... also das war halt irgendwie total Unterhaltsam, also irgendwie spannend und man musste sich ein bisschen anstrengen.
00:04:44: Und es war aber trotzdem... Ja, irgendwie bin ich einfach in so einem Flow gelandet und als ich daraus kam habe ich mich vor allen Dingen total gut gefühlt!
00:04:52: Also ich war so richtig gut gelaunt.
00:04:54: Mit dem Hintergrund von gerade die Trennung und mir ging's einfach scheiße, war das halt ein deutlicher Gegensatz zuvor her und ich hab gedacht, da ist jetzt komisch, da hab' ich eine Weile lang nicht auf so einer Matte auf- und abbewegt Und eigentlich, wir haben mich in verschiedene Richtungen gedreht und mal Kopf unten, mal Kopf oben.
00:05:12: Auf einmal geht es mir gut und ich bin hier so total gut drauf.
00:05:17: Das war der erste Moment wo ich ein bisschen hellgericht geworden bin gedacht habe das muss ich mir immer genauer angucken.
00:05:23: Dann gibt es natürlich eben diese statischen Denpositionen und es gibt dieses Reitspüren.
00:05:28: Es gibt auch die Räucherstäbchen und das Ungesinge.
00:05:32: Naja, ich hab dann halt irgendwie so ein bisschen rumgetestet und das würde ich auch jedem und jeder empfehlen die sich dafür interessiert weil es wirklich so viele unterschiedliche Stile gibt.
00:05:42: Und so viel unterschiedliche Lehrpersonen dass ist da wieder irgendwie schon.
00:05:46: ja total wichtig ist dass man auch eine gepassende Version für sich findet.
00:05:51: Ich bin dann erst mal gelandet beim Astanga Yoga Ein relativ atletischer Stil, sage ich mal.
00:05:58: Ich bin da gelandet weil ich das mit den Handständen so toll fand und diese fließenden Übergänge... Also schon eher die atletische Nummer!
00:06:07: Und habe dann auch eine Ausbildung gemacht.
00:06:10: bei mir war es halt nicht Mitte zwanzig sondern Mitte dreißig aber egal.
00:06:13: Und hab dann gemerkt, dass mich das natürlich auch auf einer physischen Ebene relativ positiv beeinflusst.
00:06:20: Auf einmal habe ich an der Wand gemerkt wo mein Schultergürtel ist total stabil und ich habe auch keine Rückenschmerzen mehr irgendwie ständig zwischendurch und überhaupt auf einmal mit Enddreißig habe ich mich fitter gefühlt als mit Ende Zwanzig und solche Sachen.
00:06:36: Dann habe ich mir aber nach und nach damit immer mehr beschäftigt und mich hat eben auch immer interessiert Warum ist mir bei diesem initialen Moment so viel besser ging?
00:06:44: Und ich habe versucht es herauszufinden.
00:06:46: und mittlerweile gibt's eine relativ breite Studienlage rund um Yoga.
00:06:51: Das ist leider alles ein bisschen schwierig, weil die eben unterschiedliche Yogas miteinander vergleichen und nie so richtig klar ist was ist denn das jetzt eigentlich?
00:06:58: aber eben belegt ist ja mittlerweile dass es eben gegen Ängste und Depressionen wirkt Dass es eben die mentale Gesundheit verbessert und so weiter.
00:07:08: Und ich habe mich dann noch ein bisschen weiter reingekniet und hab dann irgendwann festgestellt, ja da gibt es ja auch noch dieses theoretische philosophische Hintergebäude.
00:07:18: Bei so einer Ausbildung beschäftigt man sich natürlich auch ein bisschen damit und habe dann nach und nach gemerkt je mehr ich mich mit dem Hintergrund in dieser Philosophie beschäftige desto mehr wirkt das auch in anderen Bereichen meines Lebens.
00:07:30: und deshalb bin ich jetzt mittlerweile an einem Punkt wo ich denke Vorsicht, wenn wir Yoga sagen, weil das kann so viele Dinge bedeuten und im Prinzip meint es eigentlich eben nicht nur Turnen auf der Matte sondern eigentlich eine ganze Lebenshaltung.
00:07:43: So wie eben das Klettern auch.
00:07:44: Eine Lebensphilosophie ist.
00:07:46: und nicht nur ich ziehe an bunten Knubbeln rum.
00:07:50: Jetzt habe ich euch ja mal in die Wand geredet.
00:07:52: Alles gut!
00:07:54: Die bunten knubbel oder wenn's noch schöner wird die grauen draußen dann kann man sichs noch bunter machen.
00:08:03: Ich finde es total spannend, weil für mich gab's wirklich zu Beginn eher dieses eine Yoga und das ist auch meistens so.
00:08:10: wenn Patienten jetzt zu mir kommen und sagen ja ich mache halt noch Yoga.
00:08:14: Dann ist das ein bisschen wie Ja ich gehe gerne spazieren Das kann alles Mögliche heißen irgendwie von einer kleinen Feierabendrunde bis zweitausend Höhenmeter.
00:08:24: Das ist ja anders definiert.
00:08:26: also Und Ich habe aber tatsächlich jetzt schon ein paar Mal auch das Gefühl gehabt, dass es gerade wenn ich jetzt über Mitmanagement zu tun hab im Verletzungskontext bei den Klettern einfach identitätsstiftend ist.
00:08:43: Das mentale Loads schon wer hoch ist ganz klar durch die Verletzungen bedingt und es gar nicht so einfach ist da einen Ersatz aber einfach einen zusätzlichen Kanal dafür zu finden Und da glaube ich, kann man dann relativ gut den rüber switchen zum Teil.
00:09:05: Kann ich mir vorstellen?
00:09:07: Weil du das angesprochen hattest.
00:09:08: Das ist eben im Form weil dir durch eine Trennung bedingt zwar keine Verletzungen in dem Sinn aber also nicht körperlich Aber dann halt auch In einem körperlichen Verletzungskontext vielleicht schon auch ne Perspektive bieten kann.
00:09:25: Ich mein als ambitionierte Kletterin Mit Beginn Ende der Neunziger hast du mit Sicherheit auch eine Verletzungshistorie, die dich da begleitet hat und ich kann mir vorstellen dass es eben auch deshalb interessant sein könnte sich da genauer mal damit zu beschäftigen.
00:09:46: Genau
00:09:47: auf jeden Fall also was mir halt direkt einfällt was das schöne dass es ein schöner Ansatzpunkt ist und weshalb ja auch Klettern und Yoga gut zusammenpasst, und Yoga viel im Kletterkontext genannt und zusammen gelesen wird.
00:10:01: Also das es in vielen Hallen auch Yoga-Angebote gibt – ist eben, dass man natürlich beim Klettern eher unstrukturiert und es ist nicht so als würden wir da nach klassischen Sequenz folgen oder irgendwie alle komplett perfekt ausgebildet sein von TrainerInnen, sondern es ist ja ein autodidaktisches Vergnügen.
00:10:22: Wir gehen in die Halle und machen was uns Spaß macht und wenn wir keinen Spaß mehr daran haben dann gehen wir wieder.
00:10:27: Und da sind natürlich eben so regenerative Aspekte, die das Yoga dann gut auffangen kann also einfach sich mal durch zu bewegen eine Durchblutung anzuregen, durch die vermehrte Arbeit am Boden so die Stützschläge zu trainieren.
00:10:43: Also was dann bei mir eben in diesem stärkeren Schultergürtel fühlbar war einfach dadurch dass man viel auf dem Boden drückt auch die Hände mal wieder ein bisschen aufgedehnt wird und das alles ja auch in Aktivität passiert.
00:10:54: also natürlich gibt es da kann man direkt überleiten eigentlich zu einem weit verbreiteten Missverständnis was Yoga so ist.
00:11:04: Also, um das noch kurz zum Ende zu bringen.
00:11:06: Es gibt natürliche Ansatzpunkte wo Yoga und Klettern sich gut ergänzen und wo eben auch diese mentale emotionelle Wirkung von Yoga den Kletern ähnelt weil wir eine Art von Urlaub im Kopf haben.
00:11:20: Und dann ja also am liebsten hätte ich jetzt ihr fragt mich was denn eigentlich nicht Yoga ist?
00:11:26: Weil dass so ein bisschen oder was an Yoga irgendwie vielleicht auch Missverständnis oder schwierig sein könnte für Kletterende, was halt so verbreitet ist.
00:11:35: Wo ich eigentlich ganz gerne reingredschen würde und sagen ja Yoga ist schon toll aber bitte mach's nicht so!
00:11:41: Habe ich hier auf meinem Zettel stehen als Abgrenzung?
00:11:48: Wie gesagt meine Patienten zum Teil, jahrlicherweise sind meistens dann eher die Frauen, die weiblichen Patientinnen kommen dann eben schon immer so Ja das mache ich aber mit Yoga.
00:12:00: Und irgendwie ist das dann so.
00:12:01: die omnipräsente Antwort.
00:12:03: Ja, das mache ich mit Yoga.
00:12:05: Moment mal!
00:12:07: Das kann
00:12:08: ja auch
00:12:08: nicht der Fall sein, dass alles irgendwie Yoga regelt.
00:12:13: Ist es... Der berufelt fällig von mir.
00:12:18: Ja also Yoga kann eben eine ganze Menge Dinge regeln, aber es ist auch ein bisschen missverstanden heute.
00:12:26: Also zum einen eben der Klassiker ist Frauen sind von ihrer Physiologie natürlich beweglicher.
00:12:32: das erfordert irgendwie die... Das Kindgebären erfordern eine beweglichere Körperstruktur.
00:12:38: entsprechend der Hormone sind wir einfach.
00:12:40: im Schnitt sind weibliche Personen beweglich und Da kommen wir auch schon zu dem ganz, ganz großen Irrtum.
00:12:50: Dass man sich denkt, Yoga ist ja eigentlich denen und für Beweglichkeit da.
00:12:56: Und natürlich ist es für uns heute so... ...und das ist ein Problem weil die Yoga-Lehrenden von heute meistens ehemalige Tourner, ehemallige Tänzerinnen oder sonstige sportlich oder eben physisch begabte Menschen sind, die diese wahnsinnigen Brezelposition vortouren können.
00:13:14: Aber de facto wurde Yoga entwickelt in einer Zeit, in der ein normaler Körper ganz andere Dinge konnte als unsere Körper heute.
00:13:23: Also für uns sind unsere Körper natürlich auch normal aber sie sind wenn man sie mit früher vergleicht also weniger zivilisiert und weniger Büroarbeit orientiert natürlich völlig degeneriert.
00:13:35: Wir sitzen einen Großteil unserer Wachzeit und das was heute unser Körper können ist nichts im Vergleich zu dem, was vor hundert Jahren oder vor zweieinhalb Jahren Körper konnten.
00:13:48: Die halt viel mehr sich bewegt haben den ganzen Tag über die vielleicht nicht so viele Spülen gesessen sind, die vielleicht noch nicht so viel Stress hatten während sie fort nach vorne gebeugt in eine Tostatur hacken.
00:13:59: Also das alles trägt ja dazu bei dass man insgesamt viel unbeweglicher wird und viel weniger stark ist und für weniger geschmeidig.
00:14:07: Und wenn man das dann transferiert auf diese jogaposition Dann wird klar diese Yoga-Positionen, die uns da übermittelt wurden... ...die sind eigentlich für ganz andere Körper gedacht.
00:14:18: Die sind nicht für unsere heutigen Körper gedacht sondern sie sind für relativ fitte Körper gedacht.
00:14:24: und deshalb wäre eigentlich der wichtigste Ansatz zu sagen ich muss jetzt nicht eine gewisse Form erfüllen und so und so auf dem Yogamatte sein Sondern ich muss gucken was kann mein Körper heute mit der Intention, die hinter einer Position steckt oder hinter einer Yoga Haltung?
00:14:42: Zum Beispiel Yoga?
00:14:42: Mathe habe ich jetzt schon zweimal erwähnt.
00:14:44: Yoga Matten gab es ja früher auch nicht, die sind... Früher haben die Leute auf so einer Teppiche oder eine Baumelunterlage also so einen glatten Boden natürlich schon aber eigentlich aus so einer Art völlig normalem Stoff geübt der natürlich überhaupt nicht so rutschfest ist wie eine Matte heute Und was dann passiert ist, wenn man e-beweglich ist, dann stellt man sich auf diese rutschfeste Matte.
00:15:06: Hängt sich in die Dreieckshaltung rein und sagt so das jetzt Yoga aber de facto... wäre eigentlich diese Trikonase dann eine aktive Haltung, weil man eben nicht auf der Rutschfastenmatte steht sondern auf einem eher rutschigen Untergrund.
00:15:21: Das heißt, man muss aktive Beine halten.
00:15:24: Man muss irgendwie auf einer gewisse innere Anspannung erachten also so eine Art Verschraubung, dass wir nicht in der Position hängen, sondern eher so eine aktieve Haltung einnehmen und dann passiert das Ganze eigentlich idealerweise ohne dem.
00:15:39: Und wenn man das alles übersetzt... Das ist echt ein guter
00:15:46: Punkt!
00:15:46: Wie oft passiert das so in dem Rahmen?
00:15:51: Das wäre zu meiner Frage, ob es in den klassischen Yoga-Klassenkontext auch entsprechend transportiert und umgesetzt wird.
00:16:04: Naja, ich kann jetzt natürlich keine quantitative Erhöhung machen als Einzelpersonen die auch selten mittlerweile in Yoga Stunden ist.
00:16:12: Und ich denke dass die meisten Yoga-Lehrenden Eigentlich schon eine super Intention haben, nämlich ihren Teilnehmer in irgendwie ne Pause vom Alltag zu vergangen.
00:16:24: Also das wäre der andere große Unterschied.
00:16:25: was unterscheidet dann eigentlich Yoga von Gymnastik oder Yoga von Dänen oder Yoga Von Turnen oder Yoga Von was auch immer Physiotherapie ist?
00:16:33: und ja alles hat ja alles große Überschneidungen Und da wär natürlich eben wichtig dass ich eben nicht um der äußeren Form um des Zweckes willen arbeite sondern mit einer anderen Haltung nämlich irgendwie eher mit.
00:16:45: Ich erkundere heute diese Position oder ich nutze die Position als Bewegungsmeditation.
00:16:51: Ich bewege mich, weil ich mich eben bewege und nicht ein Endziel habe, das heisst den Handstand.
00:16:57: Und ja ihr werdet mich jetzt gleich daran erinnern dass ich genau deshalb da gelandet bin und das ist auch völlig in Ordnung.
00:17:02: also es geht jetzt nicht darum den Zweck irgendwie zu verteufeln sondern der darf gerne da sein.
00:17:08: wenn es die Menschen zur Yoga bringt umso besser.
00:17:12: aber es ist eben nicht sozusagen der Kern der Sache, dass ich da sozusagen ja feite und irgendwie mit Zielverbundenheit bin.
00:17:22: Und naja wie oft das heute im Yoga passiert?
00:17:24: Das weiß ich nicht!
00:17:26: Und das lässt sich auch schwer sagen weil natürlich Ein Teil der Yoga-Stunde ist ja nicht, dass die Person, die da vorne vor theoretisiert was zu tun ist.
00:17:35: Sondern es liegt dann in der Art und Weise der Person im Habiturs in der Arzt zu sprechen das sie dich eben aus dem Leistungsgedanken rausholt.
00:17:42: Das sie dich einlädt Dinge zu tun.
00:17:45: Dass sie vielleicht so geschickt ist erst die sanfte Variante zu zeigen und später ist die fortgeschrittene und auch nicht sagt Und wenn das zu schwer ist, dann könnt ihr auch gerne zurückgehen.
00:17:55: Sondern eben sagt, ihr könnt hier bleiben oder wenn dir das zu langweilig ist kann es so weiter gehen... ...oder wenn du das zu blöd bist kannst du noch dieses probieren.
00:18:04: Also das ist ja eine Art von didaktischer Frage und ein bisschen einer Menschenkenntnis wie sind meine Schülerinnen-Gereude drauf?
00:18:12: Was braucht die Gruppe heute?
00:18:14: Früher wurde Yoga übrigens nur noch one-on-one unterrichtet und da konnte man halt immer ganz gezielt auf die einzelne Person eingehen.
00:18:21: Also das sind alles so Dinge, wenn man den nicht im Hinterkopf hat dann wird es sehr unangenehm als nicht so bewegliche Personen in eine Yoga Klasse zu gehen.
00:18:30: Ich habe genau das oder hier finde ich super spannend.
00:18:35: Es ist nämlich genau das.
00:18:36: was aber bei?
00:18:37: so wenn ich jetzt mit den Menschen und vor allem natürlich den Patienten-Spreche, die das selbst Yoga machen.
00:18:44: Und auch gerade im Kletterkontext, die dies eigentlich bräuchten um es im Rahmen ihres Körpers mit sich auf und auszubauen.
00:18:54: Die sind eher abgeneigt weil sie eben nicht gut da drin sind, weil sie nicht in diese Positionen, in diese perfekten Endhaltungen kommen, die man halt so suggeriert bekommt und umgekehrt die Personen, von der Muskulatur mal ein bisschen einen Hallo wach, trittbrauchen und das aktiv gestalten müssten.
00:19:16: Wenn sie mir so einzelne Positionen vormachen häufig bei Schulterproblematiken dann, dass sie mir dann das sage ich mach mal vor was dir da ärger macht Und dann sehe ich, dass es so lock Sie fallen in die Position rein Es ist so Stand Und es ist gar nichts mehr mit aktiv gehalten.
00:19:35: Da ist es so Und vielleicht habe ich deshalb immer so ein bisschen den Vorbehalt mit Yoga gehabt, weil für mich ich sehr häufig genau das Bild bekommen hab.
00:19:44: Okay!
00:19:45: Ich verhaare jetzt da und ich stütze mich ein Stück weit auf meine passiven Systeme, fahre darauf zurück um es halt einnehmen zu können oder nähe ich mir ja auch jetzt?
00:19:55: Was soll denn da jetzt bitte schon noch aktiv passieren?
00:19:58: Du musst ja auch wieder diese Sache lögen können und ah... und das ist glaube ich falsch verdraht, der teufig in den Köpfen.
00:20:08: Auch wenn dieses Erfolgserlebnis fein ist für jemanden, der sehr beweglich ist – du kannst das machen wie deine Joghine die es vormacht und du hast ein tolles Gefühl, wenn du eben deine Zehen anfassen kannst mit den Fingern?
00:20:24: Ich kann's nicht!
00:20:30: Ja, ja.
00:20:31: Das ist eben auch Teil der Schwierigkeit und da wird es eigentlich richtig interessant weil letztlich also das Ziel von Yoga ist ja ganz Beweglichkeit.
00:20:40: Also das stand nicht in den Upanishaden oder den alten Schriften die uns da aus Indien überliefert wurden.
00:20:47: Da steht ja nicht drin dass Ziel von yoga ist Bewegligkeit oder das Ziel Von Yoga ist ein stabiler Schultergürtel sondern da steht Da kannst du ihnen sagen, das Ziel von Yoga ist eigentlich yoga.
00:21:03: citta vreti niroda ha.
00:21:04: Das war jetzt sanskrit und heißt auf Deutsch so viel wie dass veräbenen der Welle des Geistes.
00:21:12: Ja genau, das freutst du mir nochmal auf bitte.
00:21:14: Und es ist
00:21:15: irgendwie total irrelevant.
00:21:18: aber mal also... So für den Hinterkopf Yoga ist eigentlich keine physische Disziplin, sondern es ist eigentlich eine Disziplin die sich an dem Geist und unsere innere Welt richtet.
00:21:30: Die sozusagen eigentlich ein Werkzeug sein kann in Stressregulationen Und die Yoga-Haltungen das was wir darunter verstehen wenn wir heutzutage miteinander über Yoga sprechen Das ist nur einer von acht Wegen, sozusagen dahin oder einer von noch mehr letztlich.
00:21:50: Und wenn man das so ein bisschen im Hinterkopf hat dann ist auch klar ja dann ist es irrelevant ob du beim Dreieck jetzt an deinen Zehen kommst oder nicht wo deine Vorwärtsbräuge sondern dann ist eigentlich das tun das wichtige und dass wie du es tust und Das finde ich eigentlich auch spannend anzuschauen und da würde ich auch sagen noch ein großes Potenzial von Yoga, dass es uns auch hilft unsere inneren Mechanismen anzuschauen.
00:22:19: Also zum Beispiel ist ja ein Problem... Du hast eben selber gesagt ich will mich gut fühlen und ich will dieses Erfolgserlebnis haben und eine... Ein Effekt von Yoga ist unter anderem das wir eben nicht mehr so sehr an dem festhalten was uns gut erscheint und nicht mehr So sehr wegrennen von dem was uns blöder scheint weil das ist ja im Prinzip Diktiert ja unser gesamtes Leben.
00:22:41: Wir wollen immer dahin, wo es schön ist und angenehm ist und was uns gefällt.
00:22:45: Unser Belohnungssystem ein bisschen was ausschüttet und wir wollen weg davon, dass unangenehme, unbequem schmerzhaft hässlich ist.
00:22:54: Also das sind die Dinge, die uns antreiben und die uns zum Klettern bringen zB.
00:23:03: Dopaminkocktail, der uns irgendwie wenn es geht aus dem Flow mit irgendwie weiß was versorgt.
00:23:09: und wenn wir eben nicht mehr klettern können dann ist das die totale Hölle weil uns dieser Cocktail fehlt.
00:23:15: Und Yoga hat eben mit dem Hintergrund also mit diesem philosophischen Hintergebäude und wenn ich das regelmäßig übe den Effekt da sich eben anfange dieses... innere Gebäude überhaupt erst mal wahrzunehmen.
00:23:27: Ich nehme wahr, oh ja ich bewerte hier die ganze Zeit und ich will immer dahin was Gutes und immer da weg, wo es schlecht
00:23:33: ist.".
00:23:33: Also solange man das noch nicht mal merkt wie will man überhaupt etwas daran machen als Erkenntnis?
00:23:38: Das ist ja immer der erste Schritt!
00:23:40: Dann merkt man's vielleicht irgendwann dann wirds erst richtig frustrierend weil man dann sieht wie getrieben man ist.
00:23:46: aber man kann doch nichts dagegen tun.
00:23:51: selber von der Erfahrung dieses von weg und hinzu sind ja nicht unbedingt dasselbe, sondern sehr unterschiedliche Motivatoren.
00:24:03: Und viel lieber habe ich natürlich eine Hin-zu Situation weil ich glaube nicht unbedingt die besten Entscheidungen auch im Verletzungskontext, im Therapiekontext entstehen wenn ich von weg Entscheidungen treffe.
00:24:16: Die sind oftmals auch nicht gut durchdacht Und das auseinanderzuhalten, um sich selber zu hinterfragen.
00:24:25: Was ist denn das gerade für eine Entscheidung die ich da treffe?
00:24:29: Egal ob jetzt an der Wand in meinem Kletter erleben oder im Verletzungskontext Ich glaube da sind wir manchmal sehr schlecht drin uns da selbst noch zu spüren.
00:24:41: Also würden mir jetzt zumindest so meine wenn ich durch die Patientengeschichten gehe glaube ich manche Geschichte hat sich unnötig verlängert, weil genau da der Kompass ein bisschen verrückt gespielt hat.
00:24:58: Ja dann...
00:25:00: Was wenn ich gerade kurz zu zwischendurch grätschen darf?
00:25:03: Ich glaube was das auch gerade bei zur aktuellen Zeit total relevant ist eigentlich ja dass überall ein Leichtungsgedanke dahinter steht vor allem im Kontextklettern.
00:25:13: Ich will stärker klettern Im Kontext Verletzung, ich will stärker wiederkommen und so weiter und sofort.
00:25:18: Und das im Endeffekt, so wie ich jetzt Yoga gerade verstanden habe, dass der komplettes Gegenteil von dem Leichtungsgedanken ist, sondern einfach Wahrnehmung und... Ich fand vorhin den Ausdruck so cool mit Urlaub im Kopf!
00:25:29: Ja!
00:25:32: Ja, da kann ich vielleicht direkt ansetzen.
00:25:34: Ich habe nämlich als ich meine eigene Verletzungsphase hatte und nicht klettern konnte und auch nicht jogen also auf der Matte Da hab' ich mich angefangen zu fragen was ist eigentlich am Klettern so wichtig?
00:25:47: Und hab so ein bisschen rum recherchiert und da gab es wirklich auch dann Aufsätze über irgendwelche Extrem-Sportarten.
00:25:54: Das Erleben der eigenen Tüchtigkeit, das Überwinden der eigenen Ängste und weiß der Geier und vielleicht ist es auch physisch bedingt dass wenn man am Arm hängt sich der Körper besser fühlt weil er sich wieder näher den Vorfall... Also es gab viele Theorien Also ganz, ganz wild auch zum Teil.
00:26:17: Was ich halbwegs nachvollziehbar fand war dann letztlich dass wir eben im Klettern so eine Art Spielplatz haben in dem wir wachsen können.
00:26:26: Dann habe ich herausgefunden das zB Dopamin also eines der wichtigsten Motivations einer der wichtigste Motivation Botenstoffe genau dann vermehrt ausgeschüttet wird wenn der Erfolg nicht sicher ist?
00:26:39: Wenn die Chance so fifty-fifty und kommt euch das vielleicht bekannt vor im Zusammenhang mit Schwerklettern.
00:26:46: Und dann haben sie eben eigentlich, die hat dieser Flowforscher, der wie Highly oder wieder heißt, der hat tatsächlich auch mit Felskletterern gearbeitet und hat denen ein Deepflow attestiert also einen besonders starkes Flow empfinden.
00:27:04: Und beim Flowempfinden weiß man ja mittlerweile auch, dass es ein ganz interessanter Botenstoff Cocktail ist den der verursacht.
00:27:10: Also ich glaube das war unter anderem anandamiet was Ananda ist wie das Sanskrit und heißt Glückseligkeit.
00:27:16: also da schließt sich wieder in so einem kleiner Kreis.
00:27:19: Das eben dieser Flow wird eben so beschrieben, Der frontale Cortex, also der Bereich unseres Gehirns für Planung, Koordination und aber auch die Gedanken rund um das selbst.
00:27:39: Um unser Ich zuständig sind dass der vermindert durchblutet wird.
00:27:43: Das heißt wir haben dann irgendwie so einen angenehmen Cocktail plus eine Verringerung unserer selbstbezogenen Gedanken.
00:27:51: und das dieses Zitat Overlop im Kopf, das kommt eben aus dieser Studie oder diesem Artikel wo es darum ging wie dieser Flow wirkt.
00:28:00: Dass wir in dem Moment wo wir klettern... Ihr kennt das ja, man ist nur hier und jetzt.
00:28:03: Es geht nur um den nächsten Zug.
00:28:05: Es gibt nichts anderes da und erst wenn man wieder am Boden ist oder wenn's gut läuft erst dann wenn man zu Hause ist, dann kommt der Alltag zurück mit seinen ganzen.
00:28:15: Ich muss aber diese und die sollte aber das.
00:28:17: Und wie habe ich jetzt gesagt?
00:28:18: Deshalb wird Klettern auch so stressig, wenn wir uns übermäßig zum Beispiel unwohl fühlen werden als jemand anders zuschaut weil dann kommen wieder selbst bezogene Gedanken und die hindern uns sozusagen in den Flow zu kommen.
00:28:30: Also es ist ein ganz spannendes Wechselspiel von dem was in unserem Kopf passiert und dem was draußen passiert.
00:28:38: Wenn man das alles anschaut, dann ist Kletter ein krasses Sucht hat ein krasses Suchtpotenzial, einfach weil wir diese innere Belohnungsausschüttungen immer haben.
00:28:47: und dann wird auch klar ja klar wenn das dann mal irgendwie länger als eine Woche oder zwei unabseht also umgeplant auch wegfällt.
00:28:55: Da gab es sogar eine Studie dazu.
00:28:56: die hat halt bei verletzten Kletterern gemessen dass sie tatsächlich physische Entzugserscheinungen haben aber wirklich nur wenn das unfreiwillig war sobald man freiwillig entscheidet ich möchte jetzt mal zwei Wochen nicht klettern.
00:29:08: War das nicht?
00:29:08: Also das fand ich auch interessant.
00:29:11: Das
00:29:12: ist aber auch tatsächlich spannend.
00:29:16: Es ist sehr spannend,
00:29:18: gerade auch in diesem Verletzungs-Kontext.
00:29:22: Ich habe schon das Gefühl, wenn Menschen sehr aktiv damit umgehen können – die sind alle nicht glücklich, wenn sie sich verletzen und nicht gehörten können.
00:29:32: Aber trotzdem im Moment, wo jemand selbst das annehmen kann damit arbeiten kann und das Gefühl hat er kann diese Verletzung aktiv gestalten.
00:29:44: Und wird jetzt nicht nur noch abgehalten zusätzlich von Klettern, verarbeitet der das Ganze besser und kommt auch besser in dieser Rehabilitationsphase zurecht als jemand, der das Gefühl hatte ist Passagier seiner Verletzungen und kann die Entscheidungen selbst gar nicht.
00:30:03: Ja, man kann sie nicht beeinflussen.
00:30:07: Ich glaube, deswegen sind vielleicht auch gerade die Patientengruppe von Kletterern – ich glaube beim Laufen haben wir das ja ähnlich mit Runners High and Flow Gedanken und so.
00:30:20: Das ist die dann so hart trifft wenn sie sich da nicht mehr selbst entscheiden können und da diese Flucht in Anführungszeichen oder einfach ihre zweite Welt halt einfach verlieren und das Gefühl haben zumindest Sie nicht aus freien Stücken gerade auf Pause zu setzen.
00:30:40: Total, und jetzt würde ich auch gerne... Ich habe jetzt eben Sucht gesagt und das hat ja eine sehr negative Konnotation.
00:30:48: aber wenn wir jetzt einfach mal auf die biologischen Grundlagen, also auf die physiologischen grundlagen schauen dann ist da halt irgendwie ein System dass auf einen gewissen Hormon oder Botenstoff Cocktail eben gewöhnt ist.
00:30:59: Also ich hab ja auch irgendwie, ich hab halt... Ich fand es richtig blöd, irgendwie nicht klettern zu können.
00:31:05: Und es ging mir auch, ich habe so richtig gemerkt nach zwei Wochen nicht nur der Appetit gegen Wegs sondern auch so richtig meine Laune gegen Keller keine Energie mehr.
00:31:12: Ich habe so wirklich gemerkt boah jetzt geht's mir richtig schlecht und wenn man jetzt einfach nur die Tatsachen anguckt das ist halt dann auf einmal eine veränderte Gehirnchemie auch Und das ist jetzt auch gar nichts, wo wir dann denken ja jetzt mach dich halt nicht so abhängig.
00:31:26: Sondern das ist dann halt einfach eine veränderte Biologie.
00:31:29: und dann muss man jetzt auch nicht sagen ja stellen Sie sich mal nicht so an!
00:31:34: Dann ist es natürlich umso wichtiger dass wir irgendwie eine Art finden wie wir selbst Wirksam wieder in so eine positive Haltung kommen und sagen okay ich fokussiere mich jetzt eben auf was ich tun kann und nicht auf das was ich nicht tun kann.
00:31:48: Und ich würde noch ganz gerne zurückgehen zu Max, der gesagt hat aber so ein Leistungsgedanke ist ja irgendwie allgegenwärtig und das ist richtig.
00:31:57: Unser gesamtes Leben werden wir darauf getrimmt dass wir nur irgendwie gut genug sind wenn wir gute Noten schreiben, wenn wir beliebt sind Wenn wir Erfolg haben im Leben Wenn wir Geld verdienen Wenn wir ein dickes Auto haben Wenn wir einen tollen Job haben Wenn Wir schlau sind Wenn Wir schön sind.
00:32:13: Und all das ist irgendwie auch so ein bisschen.
00:32:16: ja, wir wissen es ja eigentlich besser.
00:32:17: Geld macht nicht glücklich aber dagegen zu schwimmen Ist halt nicht einfach eine Frage von einer Entscheidung sondern Wir sind ja auch evolutionär darauf gepolt dass wir eben beliebt sein wollen weil wir in der Gruppe überleben mussten Dass wir erfolgreich sind wenn wir wenn wir nicht erfolgreich waren eben schlechtere Überlebenschancen hatten.
00:32:34: und das sind ja alles sozusagen So Automatismen in unserem Kopf Die halt im schlechtesten Fall Kletter noch verstärkt werden, weil wir uns natürlich immer freuen wenn wir was Schweres schaffen.
00:32:46: Und da vielleicht auch ein bisschen verwechseln der Urlaub im Kopf dafür muss ich keine Elva klettern das kann mir auch in meiner fünf Plus passieren so lange ich nur konzentriert genug dazu bin und Freude dabei hat und im Tun aufgehen kann womit man wieder bei Hingabe wäre.
00:33:01: und das ist ein wichtiges Konzept im Yoga.
00:33:07: Und worauf ich eigentlich hinaus möchte ist eben dass wir gewisse Mechanismen im Kopf haben die auch schon eben vor tausenden von Jahren die alten Yogis beschäftigt haben, nämlich... Auch damals wollte man schon irgendwie gut sein und Erfolg haben.
00:33:18: Und war schon neidisch und irgendwie konnte halt das Glas auch eher als halb leer oder voll sehen.
00:33:25: Und diese Mechanismen sind eben Zum einen sozusagen uns antrainiert und tief in uns drinnen.
00:33:32: Und zum anderen aber nicht im Stein gegossen, sondern das ist das Praktische an der Yoga-Praxis, dass ich dann nicht anfangen muss alles zu reflektieren und jedem Einzelfall meiner Energie widmen und da muss sich jetzt aber anders denken.
00:33:45: Da will ich jetzt nicht neidisch sein Sondern das möchte ich ihr gönnen.
00:33:48: Das kann ich natürlich tun Aber das Gute an der yoga praxis ist wenn ich die regelmäßig und oft genug übe dass sie das dann automatisch macht.
00:33:59: Also da ist die Wissenschaft jetzt wirklich gefragt, weil wir haben ja mittlerweile belegt bei ganz vielen Dingen, dass es funktioniert.
00:34:06: aber warum und wie genau?
00:34:08: Das wissen wir in vielen Stellen eben noch nicht!
00:34:10: Und das würde mich wirklich interessieren, wenn ich nur oft genug übe mit Hingabe übe ohne dem Entziel verhaftet zu sein dann wirkt es auf ganz vielen eben gleichzeitig und ich muss eben nicht mehr den Einzelmechanismus anschauen und sagen, oh, ich soll mich doch nicht vergleichen.
00:34:27: Und ich soll noch nicht so viel über Sorgen haben und ich soll nicht so viele Angst haben.
00:34:33: Diese ganzen Einzelfälle werden dann irgendwann hinfällig, weil ich mit dieser einen Übung alles erwische.
00:34:43: Das ist natürlich genau das was man eigentlich anstrebt kann aber die Umsetzung davon?
00:34:49: Ist dann doch nicht so leicht in der Praxis.
00:34:51: Nee, vor allen Dingen wenn man...
00:34:55: Ja, vor allem wenn man merkt, ich kann das ja eigentlich gar nicht.
00:34:58: Ich bin ja gar nicht so beweglich.
00:35:00: Bei mir sieht es immer ganz anders aus als auf diesen schönen Bildern die ich auf Social Media und sonst wo sehe oder den Bilder im Kopf, dass ich von Yoga hab.
00:35:08: Das heißt, da kann man nicht erfolgreich sein.
00:35:10: Dann ist es irgendwie unangenehm und schmerzhaft und alle anderen können das besser.
00:35:14: Das ist ja auch total frustrierend!
00:35:16: Und deshalb denke ich halt, habe diese Mission irgendwie das Yoga auch gesellschaftsfähig wird unter Menschen die eben mit Beweglichkeit nicht so viel zu tun haben.
00:35:28: Also abgesehen davon dass Bewegligkeit natürlich wirklich hilfreich ist von Klettern!
00:35:32: Das ist halt irgendwie viel mehr umfascht als, ja genau.
00:35:37: Aber einfach auch um viel mehr geht als die Zehen zu berühren und das kann ein schönes Zwischenziel sein und es ist ein schöner Nebeneffekt.
00:35:43: aber das ist nicht die Hauptmission des Jokers sozusagen.
00:35:49: Ich habe da letztens... also in der Halle war durch Nachwuchsen usw.
00:35:54: relativ wenig Zeit beim Boulder oder den Klettern usw.. Und dann saß ich mit Freunden auf dem Mathe und dann haben wir uns im Boulder ausgesucht der von der Bewegung vom Ablauf, vom Flow echt einfach Spaß gemacht hat.
00:36:08: Und ich glaube wenn man sich da dann wirklich ablegen kann und sagen boah ich muss jetzt aber... Ich schaffe jetzt die drei Simne hier am Stück nicht oder wie auch immer und das nervt mich jetzt und dann aber in dem Moment einfach das Ablegen weil es einfach die Umstände vielleicht auch nicht zulassen.
00:36:23: und ich glaube mal dass beim Yoga im Bewegungsflow ablegen können, dass ich jetzt Endpositionen einnehmen muss Da geht
00:36:39: man in so ein ruhiges Büro.
00:36:44: Das
00:36:45: ist gut, bei uns ist auch nie ruhig.
00:36:50: Ja
00:36:50: also das mit dem Ablegen...
00:36:56: Alles gut!
00:36:58: Ich bin neugierig was du zum Ablegenden sagst.
00:37:02: Genau und das ist ja aber witzig finde ich weil manchmal hängt man ja so fest an Ah, das muss jetzt aber gehen dieser Boulder.
00:37:10: Jetzt will ich wirklich, dass es klappt!
00:37:11: Jetzt war schon so knapp, jetzt will ich's auch!
00:37:14: Dieses Gefühl nachher was geschafft zu haben und es ist so toll gemeistert zu haben wie kämpft zu haben dann so ein Erfolg mit heimzunehmen.
00:37:21: Und manchmal ist man so ja heute geht eh nix bin voll platt achja ich probiere es einfach und dann fluppts irgendwie total.
00:37:30: im erster Fall ist man ja sozusagen so beschäftigt, damit das Endziel festzuhalten.
00:37:34: Ich muss unbedingt dahin, ich musste diese Endposition irgendwie zu diesem Boulder, dem Erfolg, dass man auch den Weg ein bisschen verpasst.
00:37:41: Also wenn man besonders schnell auf der Autobahn fährt dann sieht man von der Landschafts auch nichts somässig.
00:37:46: und wenn man aber hingeht und sagt okay und das passiert ja in einer guten Jugendstunde, dass eben so eine Stimmung erzeugt wird und so eine Atmosphäre Raum geöffnet wird, dass du dich einfach erfahren kannst.
00:37:59: Dass du gar nicht mehr... Ich muss jetzt unbedingt diese Zähnen berühren oder gar nicht mal ich muss diese Endposition haben sondern es ist irgendwie so ein mehr-oder minderorganisches ineinander fließen und fühlen von Bewegungen.
00:38:13: Dass Du halt dann ein bisschen wie bei guten Klettertagen wo du dir denkst auch egal ob ich schaffe oder nicht, ich kletter einfach mal soweit!
00:38:21: und hat so viel Spaß wie ich kann.
00:38:23: Und zack wird es eh gut, dann ist auch dieses Flow-Gefühl da und das hat gar nichts damit zu tun ob wir jetzt... Klar, ein Erfolg ist natürlich immer noch cherry on top.
00:38:32: aber das sind auch zwei Sachen die wir gerne verwechseln, dass wir die Freude im Tun finden können und aber auch die Freuden am Erfolg.
00:38:40: Dass das nicht das Gleiche ist und auch nicht einander bedingt sondern dass das völlig getrennt voneinander sein kann.
00:38:47: Ich glaube auch, dass es trotzdem nicht Umkehrschluss heißen muss.
00:38:50: Dass ich eben keine Hingabe dafür besitze nur weil ich eben nicht mein vordefiniertes Ziel mit aller Macht versuche zu erreichen.
00:38:59: in dem Moment das ist schon so ein bisschen habe ich manchmal das Gefühl sich das einschleift hat man es nicht gewollt.
00:39:09: Also das heißt jetzt nicht, dass man anspruchslos an seinen Boulder geht oder an sein Bulda-Tag und ich glaube der Grad die wahrzunehmen ist auch tatsächlich mit Sicherheit auch wieder im Verletzungskontext wäre das sehr schön wenn die Menschen eine Wahrnehmung entwickeln.
00:39:30: wann ist denn vielleicht eben der Tag wo das Ganze gerade sinnvoll wäre, einfach sich zu erleben.
00:39:38: Und gerne bitte mit dem Physioregssprache halten was vielleicht dumme Ideen wären in dieser Polarhalle an dem Tag oder mit der Fingerverletzung.
00:39:46: also Schwierigkeit runter und dafür Volumen doppeln ist jetzt meistens nicht die Lösung.
00:39:52: aber entlang diese ein paar von individuellen Guidelines, glaube ich kannst du dir damit deinen Kletterhorizont so viel und auch deinen Trainingszustand soviel erweitern.
00:40:06: Ohne dass du da jetzt wirklich dann Sorge haben musst das du schwächer wirst.
00:40:10: Du fühlst ja andere Ressourcen auf in dem Moment Und hast auch wieder dein Werkzeugkasten damit besser bestückt.
00:40:18: Ja und ich denke halt wenn man sich ein bisschen beschäftigt mit den Also diesen Werkzeugkästen, das werden dann so Trainingsgrundlagen.
00:40:29: Wie funktioniert mein Kopf?
00:40:31: Was sind die Tools, die ich wann anwenden kann?
00:40:34: Nämlich mir irgendwie die Ruhe zu reflektieren.
00:40:36: was ist heute meine Tagesform?
00:40:38: Warum will ich eigentlich jetzt hier so dringend in die Kletterhalle?
00:40:41: brauche ich jetzt den Erfolg?
00:40:43: Braue ich jetzt einfach nur ein bisschen bewegen?
00:40:45: Was ist jetzt gerade meine Motivation?
00:40:47: Das ist meine Intention.
00:40:48: Was ist so meine maßgebliche Zielsetzung und was sind meine Werte, die auch meinen Tun bestimmen?
00:40:54: Und da kommen wir von The Nitty Gritty, also wie steuere ich mein Training?
00:40:59: Wie viel Intensität und Frequenz und Volumen gebe ich mir hin zu?
00:41:06: was ist meine Philosophie im Leben.
00:41:09: Da denke ich okay, da ist Yoga einfach so ein Template!
00:41:15: Wenn ich mir das anschaue, dann kann sich da genau mein Klettern reinschieben und auf jede dieser Fragen die es sich auftut sei es in der Philosophie oder auch in der physischen Praxis.
00:41:25: Das klettern ersetzen und bekomme eigentlich eine gute Antwort.
00:41:29: Und ich finde witzigerweise ihr wisst ja selbst wie wenn ihr eine Reha macht mit jemandem Wie er immer wieder das Feedback des Patienten oder der Patientin braucht.
00:41:39: Wie fühlt sich das an?
00:41:41: Wie fühlst du dich damit?
00:41:44: Fühlst du dir damit gut oder schlecht?
00:41:47: wie was am nächsten Tag.
00:41:49: Und das ist im Prinzip etwas, was ich finde total spannend ist weil letztlich liegt ganz viel Wissen in uns.
00:41:57: also eigentlich haben wir die Kompetenz zu entscheiden was brauche ich heute?
00:42:02: aber weil wir so getrieben sind von diesen ganzen unreflektierten Mechanismen und Vorstellungen die wir haben können wir einfach.
00:42:10: Also fangen wir gar nicht erst an, die Frage zu stellen.
00:42:12: Was brauche ich heute und was würde jetzt gut sein?
00:42:16: Und selbst wenn wir dann soweit sind zu denken, ja, was mache ich denn jetzt heute?
00:42:20: Dann denken wir immer noch das Wissen liegt außerhalb von uns oder auch das Glück liegt außer halb von uns.
00:42:27: also dass wir sowohl innere Zufrieden sein und Glück in uns finden können, als auch die Weisheit zu sagen was würde denn heute mir gut tun fällt uns frühestens an auf wenn wir jemand total kompetentes gefragt haben der oder die uns dann antwortet so und so und ich dann denke ah ja das hätte ich eigentlich auch gewusst.
00:42:49: Und deshalb denke ich so klar wie ihr seid absoluter Experten in dem in dem Werkzeugkasten Physiotherapie.
00:42:56: und wenn jetzt jemand davon noch keine Ahnung hat oder sich auch mit den ganzen anatomischen Besonderheiten Kletter- und Reha mich noch nicht beschäftigt hat, dann ist es total wichtig dass man die Expertin fragt welche Übung brauche ich?
00:43:10: Und war welche Belastungsform um dieses Gewebe zu stärken nach der Verletzung.
00:43:16: Aber letztlich kann immer nur die Person selbst sagen Das hat sich okay angefühlt.
00:43:21: Jetzt sieht es ein bisschen, das war im guten grünen Bereich und am Tag drauf was viel besser oder am Tag darauf was viel schlechter?
00:43:28: Und das finde ich auch noch mal spannend!
00:43:29: Ja, das ist total spannend.
00:43:32: Ich habe aber das Gefühl dass das häufiger gerade wenn du sehr viele Identität jetzt mit meinen Kletterpatienten in des Klettern steckst Du natürlich große Sorge hast, dass du es nicht mehr
00:43:42: kannst
00:43:43: Dass du's nicht mehr den Weg zurück findest Und da verstellen sich diese Wahrnehmungsregler schon massiv.
00:43:53: Da auch tatsächlich der Blick von außen, von jemanden, der eben nicht nur deinen Ringband sieht jeden Tag sondern halt eine gewisse Menge an Ringbändern in allen Farbenformen und Zuständen.
00:44:13: Das kann dir einen kurzen Moment auch etwas Sicherheit geben und ein bisschen Verschnaufen ermöglichen, um diese Wahrnehmung auch wieder herstellen zu können.
00:44:23: Weil so ein Trauma dann schon erst mal an sich selber auch zweifeln lässt also es gibt nicht selten gerade wenn das dann schon intensivere Traumatter sind habe ich das Gefühl, manche Patienten können da auch gar nicht richtig loslassen.
00:44:38: Die gehen dann tausendmal durch was sie hätten anders machen können.
00:44:41: also und warum das so gekommen ist und sich da auch zu Unrecht manchmal selbst nur noch kritisieren und hinterfragen.
00:44:51: und du siehst es in den Werten dann auch?
00:44:54: In den Messwerten Erstmal.
00:44:56: Und wenn sich dann wieder ein bisschen die Selbstwirksamkeit aufbaut, wie wir das Ganze immer wieder halt einfach auch spiegeln können über unsere Retests und sehen und da zeigen können dass es einen konstruktiven Weg gibt Wenn wir den gemeinsamen Step by step machen kommt das wieder und dann kommt auch dieser spielerische Gedanke wieder etwas eher zurück glaube ich Wie man mit sich selbst arbeiten kann Und man wird es auch schnell mutiger.
00:45:26: Das hat nicht immer was mit der Gewebeheilung von der Zeit zu tun, dass jetzt eine gewisse Zeit X erreicht ist, sondern das wirklich da Kopf und Körper dann auf einmal zusammenarbeiten.
00:45:37: Viele Schmerzsymptome sind die Kombination aus dessen Stress und allen Rahmenbedingungen, die dazukommen.
00:45:47: Da habe ich aber schon sehr häufig das Gefühl, dass es jemandem braucht, den Weg dann Zeit und im besten Falle kommt das Gefühl, dass ich ein Gespür entwickle.
00:45:58: Was brauche ich tatsächlich langfristig auch beim Klettern?
00:46:04: Das wäre der Optimalzustand.
00:46:06: also das hätte ich gerne wenn der Patient so aus seiner heißen Phase rauskommt und es wirklich darum geht wieder zurück in seine eigentlichen Performance zu kommen, dass er daran parallel mitarbeitet, damit er auch wirklich als selbstbewusster und bitte dann vielleicht Verletzungsärmerer weiter machen kann.
00:46:29: Weil ich glaube oft ist es nicht die eine schlechte Entscheidung, die man getroffen hat sondern halt einfach weil was verstellt ist sehr lange Zeit viele Faktoren zusammengekommen sind, die einem nicht gut getan haben.
00:46:44: Und das heißt eben nur dieser Trainingsgedanke der dann... Ich möchte halt Ja,
00:46:51: manchmal machen wir auch einfach Fehler.
00:46:53: Manchmal beginnen wir Fehler oder wissen etwas nicht und verstehen etwas miss- oder falsch.
00:46:59: Das ist ja... Manchmal passieren Verletzungen auch so.
00:47:04: Es wäre jetzt irgendwie übertrieben zu sagen, wenn man alles richtig macht, dann gäbe es keine Verletzung mehr.
00:47:07: Und dann ist es natürlich heaven sent!
00:47:10: Total cool, wenn's Leute wie euch gibt die halt sich mit den Kellern auskennen und mit Reha und mit Verletzogen.
00:47:17: Also ich fühle mich dann auch immer irgendwie, jedes Mal wenn ich wieder mich selber verletzt habe und es passiert mir leider oft.
00:47:24: Dann denke ich mir mal so ah wieso war ich so blöd?
00:47:28: Es war doch eigentlich von vornherein klar, wenn ich das achtzehnte Mal wieder in diese Route einsteige!
00:47:34: dass der Finger das irgendwann nicht mehr mag.
00:47:36: Und du hast es gemerkt und du hast das ignoriert, und das ist nun mal auch Teil des... Teil von Sport, dass wir uns gelegentlich verletzen und dass wir gelegentlich halt gerade wenn wir an die Grenzen gehen wollen, dass sie ja gelegendlich eben drüber hinaus schießen.
00:47:49: Ja.
00:47:49: Und dann ist es echt irgendwie mega cool, wenn man jemanden findet, der einen nicht nur versteht sondern auch noch weiß was zu tun is'.
00:47:55: Also deshalb bitte bildet weitere von euch aus!
00:48:00: Die Welt braucht mehr von euch.
00:48:03: Und dann ist es natürlich irgendwie super wichtig, da so den Weg rausgezeigt zu bekommen.
00:48:08: Meine Idee war eben – das ist mir jetzt halt ein paar Mal passiert, dass ich da reingefallen und irgendwie auch über Umwege wieder raus gekommen bin.
00:48:18: Einmal war's aber eben so, dass sich einen tollen Arzt hatte, der irgendwie das Klettern verstanden hat Also verpasst hat.
00:48:28: Und dann aber eben, ich hab alles gemacht irgendwie geeist und diese Nahrungsergänzungsmittel und bei der Geier also es war so ein richtiges Kombi-Paket aus dem Sohn belastet und abdann intermittieren.
00:48:39: Wir haben wirklich an alles gehalten und nach drei Monaten war der Finger immer noch schlecht.
00:48:44: Und das hat einfach immer noch weh und ich dachte was ist denn jetzt los?
00:48:49: Dann ist es halt echt cool wenn man noch Optionen hat.
00:48:55: Bei mir war es dann tatsächlich so, dass ich in der Zeit sehr schlecht ging.
00:48:59: Ich konnte nicht glättern oder jogen und hatte zusätzlich zu dem Finger noch Knie.
00:49:03: Das heißt da ist auch eine ganze Menge weggefallen.
00:49:05: Und ja, da war ich dann auch schuldig mehr Culper.
00:49:08: Und hat mir gedacht wenn ich das Knie nicht benutzen kann, kann ich ein richtiges Yoga machen!
00:49:13: Und anstatt irgendwie eben das zu machen was geht habe ich gesagt dann mache ich gar nichts.
00:49:17: und dann war auch noch zufallig Lockdown und man konnte keine Menschen mehr sehen.
00:49:20: und dann lieb es mir nämlich auf einmal auch wieder nicht so gut.
00:49:23: Und dann war übrigens auch alles scheiße in meinem Leben.
00:49:29: Wenn wir uns entscheiden zu leiden, dann leiten wir da noch richtig und Dann habe ich eben angefangen zu gucken was kann Ich denn noch machen?
00:49:38: Und in dem moment wo der switch gelungen ist und ich hab mir natürlich auch etwas ausgesucht von dem ich dachte okay das Das ist eine achtsamkeitsübung die ich ohne bewegen machen kann und Die bringt also weil ich eben weiß wenn wir ihn den körper rein spüren laufen halt andere Muster in unserem Gehirn ab als wenn wir im Außen sind, was wir halt im Alltagsmodus so normal haben.
00:50:01: Dann habe ich eben das gewählt, hab irgendwie Body Scans gemacht also Körperreisen als Acht nach Achtsamkeitsübung und hab eben gewählt okay Das ist die Art und Weise wie ich versuche aus diesem Leidensmodus wieder rauszukommen.
00:50:16: Und es gibt noch viele viele andere Wege in der inneren Welt zu arbeiten.
00:50:21: und in dem Moment, wo mir eben gelungen ist diese innere Stimmung zu verändern war Selbstwirksamkeit gegeben das wiederum hilft bei der Inneren Stimmung.
00:50:31: dann gibt es ja auch noch sowas wie Natur Erlebnis was natürlich auch das Klettern so schön macht was irgendwie stimmungsbildend sein kann.
00:50:39: Und hat danach und nach geschafft das Blatt sozusagen zu wenden.
00:50:45: Und es geht halt so viele von den Dingen, die man machen kann um eben diesen eigenen Anteil beim Heilen auch zu befördern.
00:50:57: Also zum Beispiel ist ja richtig geübtes Yoga nicht nur auf dieser physischen Ebene oder auch nicht nur in der Denkmaschine spürbar sondern Als Schalter fürs Nervensystem.
00:51:09: kann man sich das vorstellen, dass man einfach aus diesem Stress- und Aktivitätslevel besser umschalten kann in Rest & Digest.
00:51:17: Also den Parasympathikus der ja wiederum deshalb Rest & digest heißt weil eben das Immunsystem auch einmal wieder hochgefahren wird, weil wir besser verdauen können.
00:51:27: Energieintensiven Reparaturarbeiten, also Heilung auf gut Deutsch erst wieder angekurbelt werden.
00:51:34: Die halt wenn wir schlecht drauf sind, wenn wir im Stressmodus sind einfach vom Körper erstmal beiseite geschoben werden weil jetzt geht es ja ums Überleben.
00:51:42: Also das ist auch eine ganz physiologisch messbare Seite von diesem.
00:51:46: Ich fühl mich scheiße versus ich fühle mich gut
00:51:54: Zum Beispiel für jemanden, der jetzt nicht so tief in der Materie ist.
00:51:58: Dass er als Einstieg zum Beispiel geeignet wäre, wo man sich selber ein bisschen damit beeinflussen kann?
00:52:07: Ich nenne es mal Beeinflussen!
00:52:10: Ja also... Also zum Beispiel die Bodiescans, die ich gerade erwähnt habe, sind gar nicht schlecht Weil die gibt's schon so ab fünfzehn Minuten aufgesprochen, kann man die googeln.
00:52:23: Gibt es irgendwie auch viele freie Varianten.
00:52:25: oder man kann auch selbst sozusagen Körperreise googlen wenn er uns auf Deutsch mitmöchte.
00:52:30: und also ich hab so eine freie Meditations-App da gibts das auch gratis in fünfzehnt minuten dreißig Minuten fünftel zehn Minuten was auch immer.
00:52:40: Und da einfach sich diese fünfzehn Minuten zu nehmen und die innere Körperreise einfach nur mit der Aufmerksamkeit durch den Körper zu gehen, ohne zu bewerten.
00:52:47: Ohne sich ablenken zu lassen, ohne nachzudenken sondern einfach nur ich spüre jetzt in meine Zehen, ich spür' jetzt in meinen Fußgelenk Ich spür jetzt... Das kommt am Anfang sehr seltsam vor das zu tun.
00:53:00: Das ist ein aber super mächtiges Mittel um im Inneren was zu bewegen.
00:53:07: Da kommen mal in fünfzehnt Minuten auch gar nicht so kurz vor!
00:53:19: Ja, genau.
00:53:20: Und ich meine auf die Yogamatte gehen und irgendwie so ein Yoga-Video sich rein zu pfeifen und es einfach so entspannt zu machen.
00:53:27: Ich probier's einfach aus, checks einfach mal und guck mir an als wäre hier der Zufall auf dieser Reise gelandet.
00:53:34: und gucken wir mal an was es hier zu sehen gibt nach dem Motto das zu probieren.
00:53:39: Vermutlich lebt das abends ja aber auch von der Regelmäßigkeit, dass man das immer mal wieder macht.
00:53:45: Na ja, du kannst ja mit diesen Bordis kennen?
00:53:49: Du warst in Berlin dabei!
00:53:51: Manche sagen, dass es nicht täglich nötig ist...
00:53:55: Nee, genau.
00:53:56: Und es ist ja auch nicht täglich nötig.
00:53:57: und wenn das mal einen Tag mich macht dann passiert auch nichts.
00:54:00: aber im Prinzip kann man's mit Zähneputzen vergleichen.
00:54:03: also machst am besten jeden tag irgendwie zweimal kurz oder einmal kurz und deshalb dann musst du auch nicht irgendwie einmal im Monat den Riesen Workshop machen oder einmal die Woche drei Stunden sondern jeden Tag ein bisschen und so ist das halt mit unserem Körper der Speichheit halt jeden Tag wieder neue Dinge ab und dann ist es auch gut das jeden Tag zu machen.
00:54:28: wirklich nicht schlecht ist, wenn man dem Nervensystem... Also so selbst, ich bin nicht der Mensch, der sich jetzt gar nicht mal eine halbe Stunde hinlegt und in sich rein spürt.
00:54:38: Sondern tatsächlich sich eher das über das Tun abholt.
00:54:42: Und ich kann mir selten vorstellen dass es nicht schlecht aus dem Nervensystem ab und zu
00:54:48: diese
00:54:50: glaubwürdigen und sehr bewussten Erfahrungen wieder zukommen zu lassen um dann auch wieder Kapazität aufzubauen, auch körperlich.
00:55:03: Voll!
00:55:04: Und bitte putzt eure Zähne, putzt sie täglich.
00:55:06: Wir haben nicht gesagt das.
00:55:10: Genau.
00:55:12: Voll und ich meine auf der Yoga Mathe machst du ja vieles was das Nervensystem auch reguliert.
00:55:17: also allein dieses entspannte Atmen, dieses entspannen, dieses lockerlassen den Nacken zu befreien die Schultern frei zu bewegen Das Zwergfeld und das Beckenboden zu entspannen.
00:55:29: Das sind alles Signale, die den Nervensystem sagen.
00:55:32: Du bist safe!
00:55:32: Alles ist gut.
00:55:36: Ja, das ist manchmal gar nicht so einfach.
00:55:40: Aber tatsächlich finde ich es ist super viel Input.
00:55:43: Vielleicht können wir kurz in eine Nutshell zusammenpacken was dein Yoga eben nicht ist und was es dir aber dafür alles geben kann weil das oft tatsächlich so was man jetzt als Zuhörer mitnehmen kann, weil es ist so viel schichtig und megacool ehrlicherweise.
00:56:08: Und ganz anders und ich glaube das sind sehr viele Aha-Momente drin aber vielleicht können wir die nochmal jetzt verdichten damit jeder ein bisschen noch meinen Überblick darüber bekommt.
00:56:20: also Ich habe jetzt damit genommen Es ist nicht einfach nur mobil zu werden also beweglich zu werden.
00:56:27: So, weil das gefällt mir.
00:56:28: Genau.
00:56:29: Ich muss mich gleich sagen.
00:56:30: Voll gut!
00:56:31: Ja, also Yoga kann so Mobilität und Beweglichkeit hervorrufen und fördern aber ist es nicht darauf begrenzt?
00:56:40: Und genau so ist es auch mit den anderen Aspekten.
00:56:43: Also wenn ich jetzt mehr überlege ja Es ist ein gutes Ausgleichstraining.
00:56:46: Stabilisierten Schultergürtel Das macht die Hüfte ein bisschen beweglicher Es bewegt einmal die Gelenke durch.
00:56:55: Wir wissen ja, dass wenn Gelenke zu einseitig bewegt werden.
00:56:58: Dass dann immer nur der eine Streifen des Knaupels versorgt wird.
00:57:02: in dem Moment wo man anfängt irgendwie lustige ungewöhnliche Bewegungen zu machen verbessert es eben natürlich die Versorgung der gesamten Gelenkfläche.
00:57:09: also physische Benefits noch und nöcher.
00:57:13: Dann könnte man eben sagen, über das Embodiment wirkt es auch auf einer mental- und emotionalen Ebene.
00:57:20: Linnert Angst und Depression verbessert also sozusagen die Ausgeglichenheit, fördert Neuroplastizität.
00:57:30: Darüber funktioniert eine ganze Menge an.
00:57:33: Lernen bitte!
00:57:37: Wir können einfach auch über den anderen Kanal Wir können auch über den anderen Kanal einen Zugang schaffen zu unserem Nervensystem und müssen nicht unbedingt über diese Komponente, jetzt gerade wenn es um Kletterer geht an der Wand klettern.
00:57:54: Und das als Alternative mal auf den Schirm zu bekommen ist vielleicht gar nicht schlecht vor allem wenn ich gerade nicht so kann wie ich will aus welchen Gründen auch immer dass man das wirklich als Ressource sehen kann dass für mobile Mädels ist, die gerne eine Yogamatte ausbrollen.
00:58:14: Und das muss man auch nicht sein um diese Benefits sich abzuholen.
00:58:20: Also klassischerweise
00:58:21: zum erfahren.
00:58:24: Ja, klassischer Weise profitieren die Menschen am meisten von Yoga, die eigentlich denken sie können es nicht und wenn man dann vielleicht sich vergegenwärtigt, dass es nicht ums Können geht sondern ums Tun dann wird es vielleicht ein bisschen attraktiver.
00:58:38: Ich würde jetzt nicht so weit gehen und behaupten, dass Yoga dir den gleichen Glücks-Cocktail verschafft wie das Klettern weil nee, das tut's nicht!
00:58:44: Es ist einfach zu anders.
00:58:46: aber es ist eben als Ergänzung auf ganz vielen Ebenen toll.
00:58:50: Und was ich dann gerne noch loswerden möchte ist, dass eben Yoga eigentlich keine körperliche Praxis ist sondern eben insgesamt abzielt auf einer entspannteren Kopf, einen ruhigeren Geist und dadurch auch mehr Glück im Leben.
00:59:07: Und das ist eben allein in der Philosophie wenn man die sich anschaut so viel noch zu erkennen gibt über sich selbst und auch über seinen Klettern und auch noch was zu lernen.
00:59:16: Wenn man dann sich vorstellt dass Yoga keine weitere Sache ist die man so erreicht oder abhakt oder können muss sondern etwas was eigentlich ein Raum ist wo man sich so bisschen explorieren und spielen und ausprobieren kann vielleicht der Raum ist in dem man mal keinen Erfolg haben muss, sondern der einem einfach nur gut tun darf.
00:59:37: Dann wird da vielleicht so ein Schuh draus.
00:59:43: Den finde ich ganz gut den Schuh.
00:59:47: Das ist ein sehr schöner Schuh und dann kann ich jetzt auch in Zukunft anders auf das Thema Yoga eingehen.
00:59:56: Vielleicht findest du es interessant dass man Yoga auch einmal so erklären kann, dass es für mich auch interessant
01:00:03: wird?
01:00:06: Das ist ein Kompliment, Sarah.
01:00:10: Ja das habe ich so gehört!
01:00:12: Danke schön.
01:00:13: Sehr gut.
01:00:17: Ja Spitze, Sarah wo finden dich die Leute?
01:00:21: Jetzt sind wir schon sehr fleißig gewesen und du warst sehr fleissig auch und hast uns mitgenommen auf die Juga-Reise.
01:00:28: aber was ist denn wenn tatsächlich Menschen mit dir in Kontakt treten wollen?
01:00:32: Wo können sie das tun?
01:00:35: Ja, also man kann mich wahrscheinlich am besten über Insta anschreiben oder ich habe auch eine Webseite.
01:00:41: Die Webseit habe ich zusammen mit zwei Freundinnen.
01:00:44: wir nennen uns Beta Collective und die Webseiter ist www.betacollectives.de Und auf Insta findet man mich unter Saar Burmeester was eine Abkürzung meines Namens ist und genau!
01:00:58: Also ich komme gerne in eure Halle und gebe ein Workshop.
01:01:04: Diese Workshops beschränken sich auch nicht auf Yoga, sondern die behandeln sowohl Verletzungspräventionen im Routenbau und Klettern.
01:01:12: Also das ist für Intensivklettern der interessant als auch Mentaltraining, als auch ein kleiner Handstand Workshop oder Input für euer Trainer in den Team auf ganzer Ebene.
01:01:24: Genau also hauptsächlich mache ich gerade so Fortbildungen in dem Bereich und gelegentlich trauen sich die Hallen aber auch einen Endkundenworkshop mit mir anzubieten, wenn ihr das anfragt.
01:01:34: Vielleicht ergibt es sicher was.
01:01:37: Das sollten Sie sich unbedingt trauen!
01:01:40: Wir packen auf jeden Fall alles in die Beschreibung dann könnt Ihr einfach drauf klicken auf den Link Ja genau, unbedingt.
01:01:47: Jetzt kann ich auch noch droppen dass ich gar keinen sauberen Handstand kann.
01:01:52: Das ist nicht so wichtig.
01:01:53: der Weg ist ja das Ziel Ja,
01:02:03: aber ich würde es ganz gerne mal so ein Handstand mal können.
01:02:06: Wer glaube ich schon ganz gut?
01:02:09: Hat viel Benefits.
01:02:11: Voll!
01:02:12: Aber das Üben hat auch den Benefit und dann wirst du früher oder später hinkommen und wenn das Endziel nicht mehr so wichtig ist, dann bist du eh happy und dann kommt der Handstand eben, wenn er kommen soll oder er kommt nicht, wenn es nicht so wichtig.
01:02:32: Das ist glaube ich das Wichtigste, da hast du ganz recht für in jedem Kontext das Thema Happy.
01:02:39: Mensch jetzt bin ich erst mal happy dass wir es geschafft haben zusammen zu kommen.
01:02:43: Es hat mich sehr gefreut und bin happy, ne nicht ganz so happy, dass es draußen schon wieder so heiß ist weil leider schränkt es meine Kletterkapazität noch weiter ein die Zeitfenster in denen das möglich ist und ich erhebe auch nochmal die Praxis muss.
01:03:03: Deswegen würde ich mich an der Stelle schon mal bedanken und hoffe, dass sich ganz viele auch bei dir melden.
01:03:12: Ich meine sie können nur gewinnen.
01:03:15: Ja vielen Dank für die Einladung!
01:03:19: Ja sehr gerne!
01:03:25: Ja das würde mich auch freuen.
01:03:27: Vielen, vielen Dank!
01:03:29: Grüße Spaß!
01:03:31: Genau, dann noch einen schönen Tag und bleibt stark.
01:03:36: Tschüss!
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